Als würde man den Handstand üben, bevor man gelernt hat, zu gehen. So beschreibt Thomas Egli von der Eawag die Versuche in den 80er Jahren, mit Durchflusszytometrie Legionellen im Trinkwasser zu entdecken. Das sieht heute anders aus. "Die Durchflusszytometrie bietet einfache, schnelle und praxiserprobte Verfahren für die mikrobiologische Routineanalyse an und auch die schnelle Suche nach pathogenen Keimen ist schon möglich", sagt Egli, Keynote Speaker an der SVGW-Fachtagung zur mikrobiologischen Trinkwasseruntersuchung. Details dazu erfahren die Teilnehmer im Block "Detektion pathogener Organismen".
Vom Rohwasser bis zu den Armaturen
Egli, der für seine Forschungsarbeiten mit einem Preis ausgezeichnet wurde, sagt dieser Methode ein enormes Potential voraus. "Mit der Durchflusszytometrie und anderen schnellen Methoden kann vom Rohwasser bis zu den Armaturen im Haus der mikrobiologische Zustand des Wassers beurteilt werden", sagt Egli.
Schon heute lässt sich mit Durchflusszytometrie die Zahl lebender und toter Keime pro Milliliter in nur einer Viertelstunde exakt bestimmen und auch die Online-Bestimmung ist schon möglich. Welche Erfahrungen Wasserversorger damit gemacht haben und wie sich die Methode entwickeln wird, ist Thema von Block 1: "Mikrobiologie".
Für die mikrobiologische Beurteilung von Kunststoffen in Kontakt mit Trinkwasser braucht es europaweit gültige Standardverfahren. Ein Konsens ist aber noch nicht erreicht. Worin sich die einzelnen Länder uneins sind und wie die rechtliche Situation ist zeigen Experten im Block 2 "Bakterieller Wiederbewuchs" auf.





