SAVE THE DATE

Wie wollen sie benachrichtigt werden?

LOGIN

Passwort vergessen?

SIE SIND NOCH NICHT REGISTRIERT?

Profitieren Sie von unserer breiten und qualitativen Dienstleistungspalette.

REGISTRIEREN

Schutzzonen

Flächendeckender Schutz des Grundwassers

Der Schutz des Grundwassers ist durch die Trinkwassernutzung motiviert

Im Gewässerschutzgesetz gilt generell und flächendeckend eine allgemeine Sorgfaltspflicht. Diese erstreckt sich nicht nur auf qualitative Aspekte, Grundwasser muss auch nachhaltig genutzt werden.

Qualitativer Schutz

Es ist verboten, Wasser verunreinigende Stoffe in ein Gewässer einzubringen oder sie versickern zu lassen. Auch die Ablagerung oder Ausbringung solcher Stoffe ist untersagt, wenn die konkrete Gefahr besteht, dass sie als Verunreinigungen ins Wasser gelangen können.

Quantitativer Schutz

Langfristig darf einem Grundwasservorkommen nicht mehr Wasser entnommen werden als ihm zufliesst. Der Grundwasserspiegel darf nicht auf lange Zeit hinaus weitr√§umig abgesenkt werden. Eine vor√ľbergehende lokale Absenkung ist jedoch¬†zul√§ssig. Bei Eingriffen in Fliessgew√§sser und in grundwassernahe Gebiete muss gew√§hrleistet werden, dass sie keinen nachteiligen Einfluss auf das Grundwasser haben.

Aktuelle Herausforderungen

  • Nutzungskonflikte (Siedlungsbau, Infrastrukturen, Verkehrswege, Strom- und Kanalisationsnetze, Revitalisierungen, Hochwasserschutz, Verkehrswege, Landwirtschaft, W√§rmenutzung)
  • Abh√§ngigkeit von verletzlichen Ressourcen in bestimmten Gebieten (Karst, Uferfiltrate...)
  • Ungen√ľgende Vernetzung der Ressourcen; Abh√§ngigkeit von lokalen Ressourcen.
  • Mangelnder Unterhalt und fehlende Infrastruktuplanung

 

 

 

 

Trinkwasserfassungen sind von Schutzzonen umgeben

Grundwasserschutzzonen¬†dienen dazu, Trinkwassergewinnungsanlagen und das Grundwasser unmittelbar vor seiner Nutzung als Trinkwasser vor Beeintr√§chtigungen zu sch√ľtzen. Sie sind das wichtigste planerische Instrument f√ľr den nutzungsorientierten Grundwasserschutz.

Schutzzone S1

Die Grundwasserschutzzone S1 umfasst die unmittelbare Umgebung einer Trinkwasserfassung und ist eingezäunt. Bei Karst- und Kluft-Grundwasserleitern umfasst sie auch die unmittelbare Umgebung von Schluckstellen, bei denen eine Gefährdung der Trinkwassernutzung besteht.

Zulässig sind hier ausschliesslich bauliche Eingriffe und andere Tätigkeiten, die der Trinkwassernutzung dienen. Dies soll verhindern, dass Grundwasserfassungen und -anreicherungsanlagen sowie deren unmittelbare Umgebung beschädigt oder verunreinigt werden.

Schutzzone S2

Die Zone S2 umgibt die Zone S1 um die Grundwasserfassung oder ‚Äďanreicherungsanlage. In ihr sind das Ausbringen von Jauche, das Verlegen von Abwasserleitungen, das Erstellen von Bauten und Grabungen sowie andere T√§tigkeiten, welche die Trinkwassernutzung gef√§hrden k√∂nnen, allgemein verboten.

Dies verhindert einerseits, dass Keime, Viren sowie Stoffe wie zum Beispiel Benzin und Mineralöl in die Grundwasserfassung oder -anreicherungsanlage gelangen. Anderseits wird eine Behinderung des Zuflusses zur Grundwasserfassung durch unterirdische Arbeiten oder Anlagen ausgeschlossen.

Schutzzone S3

Die Grundwasserschutzzone S3 ist eine eigentliche Pufferzone und gew√§hrleistet den Schutz vor Anlagen und Aktivit√§ten, die ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Grundwasser bedeuten. Es besteht ein Verbot f√ľr Deponien, f√ľr industrielle und gewerbliche Betriebe sowie Aktivit√§ten, die eine Gefahr f√ľr das Grundwasser darstellen.

Sie soll gew√§hrleisten, dass bei einer unmittelbaren Gefahr (zum Beispiel durch einen Unfall mit Stoffen, die Wasser verunreinigen k√∂nnen) f√ľr die erforderlichen Interventions- und Sanierungsmassnahmen gen√ľgend Zeit und Raum zur Verf√ľgung stehen. ¬†

 

 

Weitere Schutzmassnahmen

Elemente des planerischen Grundwasserschutzes

Gew√§sserschutzkarten¬†sind das zentrale Instrument f√ľr den praktischen Vollzug des Grundwasserschutzes. Sie werden durch den Kanton erstellt und beinhalten neben den Grundwasserschutzzonen weitere Elemente, die auf den Grundwasserschutz ausgerichtet sind.

Gewässerschutzbereiche Au dienen dem flächendeckenden, ressourcenorientierten Grundwasserschutz und umfassen nutzbare Grundwasserleiter sowie die zu ihrem Schutz notwendigen Randgebiete. Sie dienen sowohl den quantitativen wie auch den qualitativen Schutz.

Zustr√∂mbereiche Zu¬†umfassen das Gebiet, aus dem ca. 90% des Grundwassers einer Fassung stammen. Sie gew√§hrleisten einen umfassenden und gezielten Schutz der Wasserqualit√§t in Grundwasserfassungen. Ein Zustr√∂mbereich¬†Zu¬†wird dann festgelegt, wenn das Grundwasser durch Stoffe wie Nitrat oder Pflanzenschutzmittel, die nicht gen√ľgend abgebaut oder zur√ľckgehalten werden, verunreinigt ist (kurativer Schutz) oder wenn die konkrete Gefahr einer solchen Verunreinigung besteht (pr√§ventiver Schutz).

Grundwasserschutzareale¬†werden ausgeschieden, um den Schutz des unterirdischen Gew√§ssers im Hinblick auf eine k√ľnftige Grundwassernutzung oder -anreicherung vorsorglich sicherzustellen. Sie werden durch die Kantone ausgeschieden und in die jeweilige Richt- und Nutzungsplanung integriert. In Grundwasserschutzarealen d√ľrfen keine Bauten und Anlagen erstellt werden, welche die k√ľnftige Bewirtschaftung beeintr√§chtigen k√∂nnen.

Siehe auch BAFU -Grundwasserschutz 

 

 

Aufgaben und Kompetenzen

Der Vollzug des Grundwasserschutzes liegt in den Händen der Kantone

Die Ziele f√ľr den Grundwasserschutz werden vom Bund in der Gesetzgebung und in Vollzugshilfen festgelegt. Die Umsetzung und die Festlegung jeglicher planerischer Elemente ist jedoch Sache der Kantone. Diese sind einerseits verpflichtet in ihren Gebieten - gest√ľtzt¬†auf hydrogeologische Erkenntnisse - besonders gef√§hrdete Bereiche zu bezeichnen, Grundwasserschutzzonen und -areale auszuscheiden und diese in Gew√§sserschutzkarten darzustellen. Anderseits stellen sie die erforderlichen Mittel zum Vollzug des Gew√§sserschutzes zur Verf√ľgung. Namentlich sind dies: Gew√§sserschutzfachstellen und -polizei, Schadensdienst und Beratungsstellen. Die Durchf√ľhrung der Kontrollen kann an die jeweilige Gemeinde oder an Private delegiert werden.

Die Inhaber der Wassergewinnungsanlagen m√ľssen bei der Ausscheidung von Schutzzonen f√ľr die notwendigen hydrogeologischen Untersuchungen, die Beschaffung von Unterlagen und den Erwerb der erforderlichen Rechte aufkommen. Gegebenenfalls m√ľssen sie f√ľr allf√§llige Entsch√§digungen bei Eigentumsbeschr√§nkungen aufkommen

 

 

Vision des SVGW

Naturnahes Trinkwasser

Die Wasserversorger gewinnen das Trinkwasser zu 80% aus Quell- und Grundwasser. Sie sind auf eine intakte Umwelt und auf wirksame Schutzzonen angewiesen. Aus diesen Gr√ľnden setzt sich der SVGW ein f√ľr

  • die rechtliche-planerische Sicherung der Trinkwasserressourcen
  • den nachhaltigen Schutz des Quell-, Grund- und Oberfl√§chenwassers

Der SVGW verlangt einen griffigen und fl√§chendeckenden Gew√§sserschutz, der heute und in Zukunft garantiert, dass hochwertiges Trinkwasser naturnah, sicher und ohne aufw√§ndige Aufbereitungsverfahren direkt aus den nat√ľrlichen Quell- und Grundwasserressourcen der Region gewonnen werden kann.

Der Schutz des Grundwassers ist langfristig billiger und ges√ľnder als aufbereitetes Trinkwasser¬†