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Wasserversorger

Der SVGW zertifiziert Wasserversorger

Als Lebensmittelbetrieb ist der Wasserversorger f√ľr die Qualit√§t seines Trinkwassers verantwortlich und muss im Rahmen der Selbstkontrolle belegen, dass er die Gefahren f√ľr sein Trinkwasser kennt und beherrscht. Der SVGW hat seinen Mitgliedern bisher zwei zertifizierbare Modelle der Qualit√§tssicherung angeboten: das WQS f√ľr einfache Versorgungen und das BQM f√ľr komplexere Versorgungen sowie Querverbundunternehmen. Neu bildet die Branchenleitlinie f√ľr Gute Verfahrenspraxis (SVGW W12) die Zertifizierungsgrundlage. Entsprechend stellt der SVGW neu W12- und BQMW12-Zertifikate aus.

Heute reicht es nicht mehr aus, dass der Brunnenmeister seine Arbeit recht macht, er muss dies auch dokumentieren. Dazu unterhalten die Wasserversorgungen ein Qualit√§tssicherungssystem. W√§hrend ein System zur Dokumentation der Selbstkontrolle f√ľr jede Wasserversorgung vorgeschrieben ist, ist die Zertifizierung eines solchen Qualit√§tssicherungssystems freiwillig. Das SVGW-Zertifikat gilt als Bescheinigung, dass die Wasserversorgung nach den anerkannten Regeln der Technik betrieben wird.

Ein Qualit√§tssicherungssystem braucht zum Zeitpunkt der Zertifizierung noch nicht ¬ęperfekt¬Ľ zu sein, aber die verbleibenden Schwachstellen d√ľrfen f√ľr das Trinkwasser keine unmittelbare Gefahr darstellen und sind in n√ľtzlicher Frist zu beheben. Risikomanagement ist f√ľr Lebensmittelbetriebe eine Daueraufgabe.

Voraussetzung f√ľr die Zertifizierung ist eine umfassende QS-Dokumentation auf Basis der Branchenleitlinie f√ľr Gute Verfahrenspraxis (SVGW W12).

Der Nutzen der Zertifizierung liegt in der fachlichen Unterst√ľtzung durch den SVGW bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des QS-Systems und der Professionalisierung des Betriebs. Bei den wiederkehrenden Audits werden mit den Verantwortlichen Verbesserungsm√∂glichkeiten besprochen, die bisher √ľbersehen wurden oder noch nicht realisiert werden konnten. Eine unabh√§ngige Zertifizierung durch den SVGW zeigt dem Bez√ľger, dass seine Wasserversorgung das Thema Qualit√§t und Risikomanagement ernst nimmt und sich kontinuierlich verbessern will.

 

W12 und BQM

Seit die GVP-Branchenleitlinie f√ľr Gute Verfahrenspraxis (SVGW W12) neue Vollzugsgrundlage des Lebensmittelrechts f√ľr Wasserversorgungen ist, zertifiziert der SVGW QS-Systeme, die auf dieser Systematik basieren ‚Äď auch ehemalige WQS-Systeme, die anhand der W12 weiterentwickelt wurden (hier l√∂st das GVP-Zertifikat das WQS-Zertifikat ab).

Das Branchen-Qualit√§tsmanagementsystem (BQM) eignet sich insbesondere f√ľr Querverbundunternehmen, die ihre Sparten Gas und Wasser nach gleichem Muster einer Risikoanalyse unterziehen und dokumentieren wollen. Beim BQM-Modell k√∂nnen die Werke pro Sparte festlegen, welche Themen sie zertifiziert haben m√∂chten. Zur Auswahl stehen nebst Qualit√§t und Versorgungssicherheit auch Arbeitssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Neu wird auch f√ľr die Zertifizierung von BQM-Systemen die W12 als Grundlage vorausgesetzt. Sie tritt anstelle der BQM-Themen ¬ęQualit√§t¬Ľ und ¬ęVersorgungssicherheit¬Ľ.

Grunds√§tzlich k√∂nnen Wasserversorger ein zertifizierungsf√§higes QS-System selbst aufbauen. Wird ein Qualit√§tsingenieur beigezogen, ist wichtig, dass die Versorgung die Dokumentation aktiv nach ihren Bed√ľrfnissen mitgestaltet und sp√§ter jederzeit ohne Schwierigkeiten auch selbst anpassen kann ‚Äď am Ende ist es die Wasserversorgung, die ihr QS-System am Leben erh√§lt.

Seit 1998 haben gut 50 Wasserversorgungen aus der Schweiz und Liechtenstein ihr Qualitätssicherungssystem durch den SVGW zertifizieren lassen.

Wir sind gerne für Sie da

Matthias Freiburghaus
Matthias Freiburghaus
Fachspezialist Wasser