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Fragen und Antworten zum Coronavirus

FAQ


Der √∂rtliche Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China ist wahrscheinlich ein Markt der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Dort wurden nebst Fisch auch Flederm√§use, Schlangen und weitere Wildtiere gehandelt. Das Virus wurde von Tieren auf den Menschen √ľbertragen. Seither wird das Virus von Mensch zu Mensch √ľbertragen. Die durch das neue Coronavirus verursachten Krankheit hat die WHO am 11. Februar 2020 einen offiziellen Namen gegeben: COVID-19, kurz f√ľr ¬ęcoronavirus disease 2019¬Ľ oder auf Deutsch Coronavirus-Krankheit 2019. Bei der Krankheit haben die Menschen zum Beispiel Husten oder Fieber. Alte und schon kranke Menschen sind besonders gef√§hrdet und k√∂nnen sterben. Weitere Informationen auf der Website des BAG.

Die WHO beschreibt in einem ¬ętechnischen Bericht¬Ľ wie sich das neue Coronavirus COVID-19 im Wasser verh√§lt. Das Wichtigste: es gibt bis heute keine Hinweise darauf, dass COVID-19 √ľber Trinkwasser weitergegeben werden kann. Schweizer Trinkwasser ist hygienisch von hervorragender Qualit√§t und eignet sich auch w√§hrend einer Pandemie zum Trinken. Auch g√§be es keine Hinweise, dass das Virus √ľber Abwassersysteme weitergegeben werde.¬†

Auch das Deutsche Umweltbundesamt kommt zum Schluss, dass eine √úbertragung von COVID-19 √ľber Trinkwasser als unwahrscheinlich gilt. Wasser stelle keinen relevanten √úbertragungsweg dar, heisst es.¬†

COVID-19 wird hingegen haupts√§chlich √ľber Tr√∂pfcheninfektion √ľbertragen, wenn also jemand niest oder hustet. Auch kann das Virus durch Ber√ľhren der Schleimh√§ute (Mund, Nase, Augen etc.) weitergegeben werden, weshalb h√§ufiges, richtiges H√§ndewaschen und sich nicht ins Gesicht fassen sehr wichtig ist (siehe Hygieneweisungen¬† des BAG). An H√§nden alleine kann das Virus noch nichts ausrichten (keine Infektion √ľber die gesunde Haut).¬†

F√ľr Mitarbeitende von Wasserversorgungen besteht keine erh√∂hte Gefahr durch Covid-19. Die Wasserversorgungen sind jedoch verpflichtet, alles Notwendige vorzubereiten, dass der Betrieb aufrechterhalten werden kann (siehe Pandemieplan GW 1003). Wichtig sind hierbei insbesondere die Vorgaben des BAG zur pers√∂nlichen Hygiene (H√§ndewaschen) und Abstandhalten.

Den Wasserversorgern steht ein Pandemieplan zur Verf√ľgung, welcher sie anleitet, den Versorgungsbetrieb auch w√§hrend einer Pandemie zu gew√§hrleisten. Dabei geht es darum die f√ľr die Versorgung mit Trinkwasser wichtigen Positionen im Betrieb besetzt zu halten, um damit die Versorgungssicherheit zu gew√§hrleisten. Wichtig ist dabei auch, dass die pr√§ventiven Hygienemassnahmen wie richtiges H√§ndewaschen und Abstandhalten, gem√§ss den Vorgaben des BAG, eingehalten werden. Damit soll der gleichzeitige Ausfall eines Grossteils des Personals m√∂glichst verhindert werden.

Wie bereits erw√§hnt, besteht grunds√§tzlich keine Gefahr, dass das Virus √ľber das Trinkwasser verbreitet wird. Trotzdem empfehlen wir Arbeiten bei ¬ęoffenem Zugang¬Ľ zum Trinkwasser momentan aus psychologischen Gr√ľnden nicht vorzunehmen.

Die Wasserversorgung muss fr√ľhzeitig sicherstellen, dass kritische Komponenten und Produkte f√ľr die Wasseraufbereitung (z.B. Flockungsmittel, Chemikalien zur Desinfektion wie Ozon u.a.m.) und Ersatzkompomemtzen wie UV-Strahler weiterhin bezogen werden k√∂nnen bzw. gen√ľgend an Lager sind.

Aufgrund von aktuellen Studien (WHO, Umweltbundesamt D) kann man davon ausgehen, dass COVID-19 nicht √ľber Trinkwasser √ľbertragen wird. Aus unserer Sicht steht einer geplanten Reservoirreinigung nichts im Weg. Selbstverst√§ndlich sind bei der Arbeit die Weisungen des Bundes zu beachten.

Aufgrund der Coronakrise mussten Restaurants, Hotels, Schulen u.a.m. geschlossen werden. Dabei ergeben sich neue Gef√§hrdungen insbesondere durch Legionellen und weitere hygienische Probleme durch stehendes Wasser. Die Fachkommissionen des SVGW haben ein Faktenblatt ausgearbeitet mit den wichtigsten Hinweisen, was bei l√§ngerer Stillegung von Geb√§uden und der Wiederinbetriebnahme zu tun ist: Faktenblatt ¬ęTrinkwasserhygiene in Geb√§uden w√§hrend der Covid-19-Pandemie¬Ľ