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Spurenstoffe

Was sind Spurenstoffe?

Kleinste Konzentrationen

Spurenstoffe sind in jedem Lebensmittel enthalten und können mit modernster Technologie in jedem Wasser - so auch im Trinkwasser - nachgewiesen werden.

Unter Spurenstoffen verstehen wir anorganische und organische Stoffe, die im Konzentrationsbereich von Mikrogrammen pro Liter¬†10-6¬†g/l = 0,000‚Äė001 g/l), Nanogrammen pro Liter (10-9¬†g /l = 0,000‚Äė000‚Äė001 g/l) oder in noch kleineren Mengen im Wasser vorliegen. Sind sie nat√ľrlichen Ursprungs, sind es Inhaltsstoffe. Falls sie durch menschliche Aktivit√§ten ins Wasser gelangen, nennt man sie Fremdstoffe. Die Gesundheits- und Umweltbeh√∂rden sowie die Wasserversorger besch√§ftigen sich seit langem mit Spurenstoffen im Wasser.

Der Nachweis von Spurenstoffen sagt zun√§chst nichts √ľber m√∂gliche gesundheitliche Auswirkungen aus. Wenn Probleme f√ľr Mensch und Umwelt bef√ľrchtet oder bekannt sind, werden entsprechende Massnahmen ausgearbeitet und umgesetzt. Dies k√∂nnen Anpassungen der Schutzzonen, die Stilllegung von Wassergewinnungswerken oder zus√§tzliche Reinigungsstufen bei den Kl√§ranlagen etc. sein.

 

 

Die Fortschritte in der Laboranalyse erm√∂glichen es, immer mehr chemische Substanzen - meist in sehr geringen Konzentrationen - nachzuweisen. Wie Trinkwasserversorgungen mit diesen Spurenstoffen umgehen, ist in der¬†Verordnung des EDI √ľber Trinkwasser sowie Wasser in √∂ffentlich zug√§nglichen B√§dern und Duschanlagen¬†(TBDV)¬† und im Leitfaden des BAG¬†"Umgang mit nicht geregelten Fremdstoffen im Trinkwasser"¬†beschrieben.¬†¬†¬†¬†¬†¬†

 

 

Nachweisbarkeit an sich ist noch kein Risiko 

Messungen im Nanogrammbereich 

Die gemessenen Mengen sind beinahe unvorstellbar klein - oft spricht man vom Nanogrammbereich. So kann ein einziges Salzkorn in einem 50-Meter Schwimmbecken nachgewiesen werden; dies¬†entspricht etwa 1 Nanogramm pro Liter. Um die Dosis einer Aspirintablette (500mg) aufzunehmen, m√ľsste man bei einer Konzentration des Arzneimittels Aspirin von 100 ng/l¬† im Wasser w√§hrend 7000 Jahre t√§glich 2 Liter davon trinken.¬†

F√ľr den Menschen sind die im Trinkwasser nachgewiesenen Konzentrationen nach heutigem Wissenstand unbedenklich. Grunds√§tzlich gilt: Die Nachweisbarkeit einer Substanz sagt zun√§chst nichts √ľber deren Risiken aus.¬†

Mögliche Spurenstoffe 

Fremd- und Inhaltsstoffe

Zu den unerw√ľnschten Spurenstoffe geh√∂ren¬†R√ľckst√§nde aus Pflanzenschutzmitteln¬†und¬†hormonaktive Substanzen¬†aus der Human- und Veterin√§rmedizin sowie aus Reinigungsmitteln. Auf diese Fremdstoffe muss in Zukunft das Augenmerk gelegt werden, da sie¬† bereits in kleinen Konzentrationen eine nachteilige Wirkung auf die Wasserqualit√§t haben k√∂nnen.

Weitere Spurenstoffe wie¬†Arsen, Uran, Radon und Fluorid¬†kommen nat√ľrlicherweise in unserer Umwelt vor. In h√∂heren Konzentrationen k√∂nnen jedoch auch diese Inhaltsstoffe die Gesundheit der Menschen negativ beeinflussen. Auch¬†Eisen¬†und¬†Mangan¬†sind h√§ufige Minerale im Erdreich. Gelangen sie ins Trinkwasser, k√∂nnen je nach Gehalt Tr√ľbungen und Gelbverf√§rbungen auftreten und der Geschmack des Wasser ver√§ndert sich. ¬†

Abstrakte Grössenordnung

Vergleiche helfen

Nanogramm, Milligramm oder Gramm pro Liter? Die Masse f√ľr Kleinstkonzentrationen von Stoffen im Wasser sind schwierig vorstellbar. Manchmal helfen Vergleiche vom Zuckerw√ľrfel im See oder von einem kleinen W√ľrfel mit einer Kantenl√§nge von einem Millimeter in einem Kubikmeter. Die Animation versucht dies darzustellen.

Trotzdem gilt: Die Gr√∂ssenordnung alleine sagt nichts √ľber die Toxizit√§t aus.¬†