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FAQ G1

Fragen und Anworten zu G1

Fragen zu Gasinstallationen und gewisse Problemstellungen tauchen immer wieder auf. Deshalb haben wir sie gesammelt und stellen Sie Ihnen zur VerfĂŒgung. Loggen Sie sich als SVGW-Mitglied ein, um alle Fragen und Antworten zur G1: Richtlinie fĂŒr die Erdgasinstallation zu sehen.

FAQ


Beim Austausch eines Gasverbrauchsapparates sind stets die Betriebsbedingungen der Anlage anhand der aktuell gĂŒltigen G1 zu bewerten (siehe Übergangsbestimmungen G 1 ; Kapitel 17). Bestandschutz kann lediglich fĂŒr bestehende, unverĂ€nderte Anlagen geltend gemacht werden, sofern sie zum Zeitpunkt der Erstellung den geltenden Richtlinien entsprachen.

Eine Ausnahme in diesem Zusammenhang stellt FAQ2 (RAUMLUFTABHÄNGIGE GAS-DURCHLAUFERHITZER)  dar.

Soweit sich keine Änderungen am System ergeben haben (NennwĂ€rmebelastung, bestehende Raumverbundöffnungen von je 500 cm2 zu belĂŒfteten RĂ€umen bis mind. 60 m3, AbgasfĂŒhrung, herkömmliche Dichtheit der Fenster) kann beim Austausch eines bestehenden GerĂ€tes auf den Einbau einer zweiten Öffnung nach Abbildung 19.10.3 verzichtet werden.

Die SVGW GasleitsĂ€tze G1 beinhalten Angaben zu Mindesthöhen von Kaminen ĂŒber Dach (Kapitel 11.3). Die bisher gĂŒltige Sonderregelung fĂŒr Gaskessel <40 kW, sowie fĂŒr raumluftunabhĂ€ngige Gasverbrauchsapparate (19.11.3.2/19.11.3.3) ist weggefallen.

Unter dem folgenden Link steht ein Zirkular diesbezĂŒglich zum Download bereit:
GasleitsĂ€tze G1: Mindesthöhen von Kaminen ĂŒber Dach

 

Ja das ist zulÀssig.

In der kommenden Überarbeitung der Richtlinie G1 wird als Variante Nr. 5 diese Lösung als Beispiel mit aufgenommen.

Die Bereitstellung der Software DeltaGaz wurde eingestellt, da die Pflege und weitere Überarbeitung der Software nicht mehr sicher gestellt ist.

Als mögliche Alternative kann unter folgendem Link ein Excel-Berechnungstool der Firma Nussbaum heruntergeladen werden, welches nach der Richtlinie G1 rechnet.

Die Dimensionierung der Druckentlastungsöffnungen erfolgt nach Kapitel 9.2.3.3.2. Wenn Mauerwerk und Eisenbeton vorhanden sind, ist fĂŒr die Berechnung der schlechtere Wert (Koeffizient 0,05) fĂŒr Mauerwerk heranzuziehen.

Zu diesem Thema hat der SVGW 2013 ein Zirkular verschickt, das unter folgendem Link heruntergeladen werden kann:
Zirkular_2013-26d

Desweiteren hat der SVGW gemeinsam mit der SUVA ein Factsheet "Lösbare Rohrverbindungen an freiverlegten Erdgasleitungsanlagen bis 5 bar" erstellt. Das Factsheet steht unter folgendem Link zum Download bereit:
Lösbare Rohrverbindungen an freiverlegten Erdgasleitungsanlagen bis 5 bar

In Kapitel 13.3.1 'Allgemeine Anforderungen ist folgende Passage dazu enthalten':"Bauteile, welche nicht fĂŒr den PrĂŒfdruck ausgelegt sind (GaszĂ€hler, Sicherheitsarmaturen,GasgerĂ€te usw.), mĂŒssen von der PrĂŒfung ausgenommen werden".
Es wird zunĂ€chst die gesamte Gasinstallation mit 60 mbar geprĂŒft. Anschliessend wird die Leitungsstrecke nach den Anforderungen aus Kapitel 13.3.2 geprĂŒft (die entsprechenden Armaturen und GasgerĂ€te, welche fĂŒr den hohen PrĂŒfdruck nicht freigegeben sind, werden dabei abgetrennt).

Bestehen bei grösseren Objekten, bzw. bei Installationen mit grösseren LeitungsdrĂŒcken Unsicherheiten bei der Richtlinienauslegung, sollte immer die örtliche GebĂ€udeversicherung (Feuerpolizei) bereits bei der Planung hinzugezogen werden.

In Absprache mit der zustĂ€ndigen Brandschutzbehörde können SchrĂ€nke mit LĂŒftungsgitter versehen werden, die sich im Brandfall mit einem
selbstschliessenden Schaum abschotten.

Bei Neuanlagen und bei baulichen Änderungen, die die Verbrennungsluftzufuhr beeintrĂ€chtigen (z.B. neue, dichtere Fenster), sowie generell bei einem GerĂ€teaustausch sind die Anforderungen der aktuell gĂŒltigen G1 einzuhalten.

Wird bei der Anschlussvariante Typ C1 auf das Rohr fĂŒr die VerbrennungsluftfĂŒhrung von aussen verzichtet, so entspricht die Installation dann dem Typ B (RaumluftabhĂ€ngig). GrundsĂ€tzlich ist beim Hersteller des Gaskessels zu erfragen, ob diese Installationsart fĂŒr den Kessel zulĂ€ssig ist. Wenn ja, mĂŒssen dann die Anforderungen nach G1 fĂŒr die Installationsart Typ B eingehalten werden. Die Verbrennungsluftzufuhr von aussen muss ĂŒber eine dauerhaft unverschliessbare Öffnung gewĂ€hrleistet sein. Ein gekipptes, arretiertes Fenster erfĂŒllt diese Anforderung in der Regel nicht, da die Gefahr besteht, dass die Arretierung vom Nutzer nachtrĂ€glich entfernt wird.

Per 1.1.2015 tritt die neue  Brandschutzrichtlinie der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) in Kraft. DiesbezĂŒglich ergeben sich auch fĂŒr die GasleitsĂ€tze G1 Änderungen an Stellen, welche auf die VKF-Richtlinie verweisen oder inhaltlich ĂŒbernommen wurden.

FĂŒr die GasleitsĂ€tze G1 steht 2015 eine Revision an, bei welcher auch die Änderungen bezĂŒglich der VKF-Brandschutzvorschriften berĂŒcksichtigt werden. Die wichtigsten Änderungen sind: 

Klassifizierung von Baustoffen

Die Einstufung "nichtbrennbar" oder "NBB" entfÀllt und wird durch die Brandverhaltensgruppe RF1 (kein Brandbeitrag) ersetzt.

GebÀude mit geringen Abmessungen

Neu wurde die Kategorie "GebÀude mit geringen Abmessungen" geschaffen. In diese Kategorie fallen:

a: GebÀude mit geringer Höhe (Gesamthöhe bis 11 m),

b: GebÀude mit geringen Abmessungen

- max. 2 Geschosse ĂŒber Terrain ; max. 1 Geschoss unter Terrain

- Summe aller GeschossflÀchen bis 600 m2

- nicht mehr als eine Wohneinheit

- keine Beherbergungsbetriebe

In dieser GebĂ€udekategorie können die Bauart und der Ausbau des Aufstellungsraumes fĂŒr Feuerungsaggregate mit gasförmigen Brennstoffen beliebig sein. Bisher war mindestens EI 30 gefordert (G1; Kapitel 9.2.3.1).

Auch kann bei dieser GebĂ€udekategorie das koaxiale Abgassystem (LAS ; T080) fĂŒr einen Gas-Brennwertkessel ohne Brandschutzmassnahmen durch das GebĂ€ude gefĂŒhrt werden. Es ergeben sich damit Änderungen gegenĂŒber der aktuellen G1 in den Kapiteln 11.5.3 sowie 19.11.5

FĂŒr GasgerĂ€te sind die GasleitsĂ€tze G1 massgebend. Die Anforderung fĂŒr zwei LĂŒftungsöffnungen im Raum ab einer installierten NennwĂ€rmebelastung >70kW bleibt weiterhin bestehen. Grössere Brennerleistungen bewirken in der Regel auch eine grössere thermische Raumluftbelastung. Die Öffnungen dienen somit vor allem der Sicherstellung eines Mindestluftwechsels, der ausserdem in Zusammenhang mit "FAQ Punkt 7: Lösbare Verbindungen – Ex-Zonen bei Gasverbindungen“ notwendig ist.

GemĂ€ss G1 Kapitel 4.7.4.2 (FlammenĂŒberwachung) mĂŒssen GasgerĂ€te im Innenbereich grundsĂ€tzlich ĂŒber eine FlammenĂŒberwachung (auch ZĂŒndsicherung genannt) verfĂŒgen.
Nach Kapitel 17 Übergangsbestimmungen können GerĂ€te, die vor Inkrafttreten der Anforderung bereits montiert und betrieben wurden weiter genutzt werden, soweit die primĂ€ren Schutzziele eingehalten werden können. Ob dies der Fall ist, wird von der zustĂ€ndigen und fĂŒr die Sicherheit verantwortlichen Gasversorgung eingestuft.
Der Einsatz von Gaskochherden ohne FlammenĂŒberwachung bedarf in jedem Fall eines sorgfĂ€ltigen Umgangs. Hinweise fĂŒr einen sicheren Betrieb entnehmen Sie auch dem Flyer unter folgendem Link:

Flyer_Sicherheitshinweise

Die wichtigsten Anpassungen findet man geordnet nach Kapiteln im Dokument "ÄnderungsĂŒbersicht G1 2012 – G1 2017". 

Der Anschluss von einem Bunsenbrenner mit einem vollsynthetischen Schlauch ist unter Vorbehalt folgender Punkte möglich:          

  • Der Schlauch entspricht der DIN 30664-1 oder der DVGW G5501
  • Der Schlauch ist gemĂ€ss Herstellerangaben oder spĂ€testens alle 5 Jahre auszutauschen
  • Das Leitungssystem welche die Bunsenbrenner mit Erdgas versorgt, entspricht der SVGW Richtlinie G1 Art. 9.3.5

Wir beraten Sie gerne